Junge Frau wird von hinten gezeigt, während sie sich vorbereitet Sport trotz Schilddrüsenerkrankung zu machen

Sport mit Schilddrüsenproblemen? – Das ist zu beachten!

Die Schilddrüse ist ein nicht zu unterschätzendes Organ, denn auch in Sachen Sport ist sie ein wichtiger Faktor.

 

Eure sportlichen Aktivitäten nach der Diagnose einer Schilddrüsenunter bzw. –überfunktion können im Normalfall nicht bedenkenlos weiter ausgeübt werden.

Hört auf euren Körper und startet langsam

Es kann vorkommen, dass die Erkrankung eure Leistungsfähigkeit hemmt. Es ist also wichtig, im sportlichen Bereich nichts zu überstürzen und auf die Körperfunktionen und die Belastbarkeit zu achten.

 

Hierbei ist es von großem Vorteil, mit eurem behandelnden Arzt mögliche Sportübungen bzw. -arten zu besprechen. Euer Stoffwechsel und die Muskulatur werden es euch danken. PS: Auch unser Herz-Kreislaufsystem wird durch einen langsamen Trainingsaufbau wieder in Schwung gebracht.

 

Vor allem für Leistungssportler relevant:

Durch die vermehrte sportliche Betätigung brauchen Personen, welche an einer Schilddrüsenerkrankung leiden, speziell für die Schilddrüse eine ausgeprägtere Hormondosis. Das kommt von der Erhöhung des Energieumsatzes und des Stoffwechsels während des Sporttreibens. Im Leistungssport wird daher häufig die Medikamentendosis erhöht. 

 

Deswegen ist es unabdingbar, regelmäßige Arztbesuche zu tätigen, um stetig eure Schilddrüsenwerte zu kontrollieren. Sind die Medikamente aber richtig eingestellt, so steht einem hohen Grad an Bewegung nichts mehr im Wege (und eure Schilddrüse kann auch nicht mehr als Ausrede für zu wenig Bewegung herhalten).

Die Rolle von Jod und Sport

Da unsere Schilddrüse jodhaltige Hormone produziert, kommt dem Jod eine wichtige Rolle zu. Eine ausgewogene Menge an Jod im Körper ist daher notwendig, doch gerade beim Sport (insbesondere während des Schwitzens) werden Mineralien ausgeschieden, welche ebenfalls Jod beinhalten. Ein Ungleichgewicht im Jodhaushalt kann somit bei Schilddrüsenerkrankungen bedenklich werden.

 

Auch hier ist es wichtig, den Jodbedarf bzw. die Veränderung dieses während des Trainings mit einem Arzt abzugleichen und zu besprechen. Zum Glück kann Jod aber auch durch ausgewogene Ernährung kompensiert bzw. als Tabletten eingenommen werden.

Mögliche Begleiterkrankungen

Die einen sind der Meinung „Sport ist Mord“, die anderen schwören auf ihn. Prinzipiell ist Sport ein sehr wichtiger Ausgleich für Körper und Geist, welchen ihr bei einem gesunden Lebensstil berücksichtigen solltet (besonders bei einer Schilddrüsenerkrankung).

 

Hier spielt jedoch das Ausmaß eine wichtige Rolle. Denn oftmals gehen Begleiterkrankungen damit einher, welche den Körper noch zusätzlich schwächen. Häufige Erkrankungen hierbei sind Rheuma, Stoffwechsel-, Leber-, Blut-, oder Gefäßerkrankungen, aber auch chronische Erkrankungen, wie z.B. Morbus Crohn.

Die häufigsten Begleitbeschwerden sind jedoch Herzerkrankungen, welche in Kombination mit Hashimoto doppelt so oft vorkommen.

Tipps für ein sportliches Leben mit einer Schilddrüsenerkrankung

  1. Sport nach Motivation ausrichten: Beobachtet euch und euren Körper und notieren euch, wann ein Tageshoch eintritt. Nach einiger Zeit findet ihr somit die beste und aktivste Zeitspanne, um Sport zu treiben.
  2. Heißhunger und Hypoglykämie: Achtet auf euren Heißhunger nach dem Training. Häufig hilft es eher aerob (langsam), anstelle von anaerob (schnell) zu trainieren, um den Glykogenspeicher zu schonen.
  3. Jeder Fortschritt zählt: Mal einen schlechten Tag? Ein bisschen Sport betreiben hat immer noch einen besseren Effekt, als gar keinen zu machen. Also nur nicht verzagen.
  4. Auf die Temperatur achten: Interessant, aber wahr! Die Außentemperatur hat einen Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion. Um keine Anpassungsschwierigkeiten zu haben, solltet ihr bei 5 bis 25 Grad Sport treiben.
  5. Ausgewogene Mischkost: Diese Art von Ernährung ist für Schilddrüsenpatienten die beste, da der Kohlenhydratstoffwechsel durch die Erkrankung gestört ist und somit ausbalanciert werden kann.

Hypoglykämie

= Unterzuckerung

Sinkt der Blutzuckerspiegel zu weit ab, können Unruhe, Zittern, aber auch Heißhunger als erste Anzeichen für zu wenig Glukose im Körper auftreten.

 

Oft kann man mit kohlenhydrathaltigen Snacks oder Getränken einer leichten Unterzuckerung selbst entgegenwirken. 

Glykogenspeicher

Durch kohlenhydratreiche Lebensmittel wird unserem Körper Energie zugeführt. Diese wird in den Zellen in Form von Glykogen gespeichert. 

 

Die häufigsten Glykogenspeicher, welche die Energie in Form von Glykogen aufnehmen, sind z.B.: die Muskulatur, die Nieren oder auch die Leber.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf verschiedenen Internet-Quellen und wurde von Medizinern hinsichtlich der aktuellen gesundheitlichen Empfehlungen geprüft.

 

Freigabenummer: AT-NONT-00025; 03/2022

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